Öffentlicher Abendvortrag anlässlich der Geobiodiversitäts-Konferenz

Als Abschluss der internationalen Fachtagung „Geobiodiversity – An Integrative Approach Expanding Humboldt´s Vision“ hält der ehemalige Umweltbundesminister und Gründungsdirektor und Honorary Senior Fellow des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Klaus Töpfer am 3. Oktober um 19:30 Uhr einen öffentlichen Abendvortrag. In seinem Beitrag diskutiert er unter dem Titel „Science and Society in the Anthropocene“ die Rolle der Wissenschaft in Zeiten zunehmender Umwelt- und Klimaprobleme und gleichzeitig wachsenden Misstrauens gegenüber der Forschung in der Gesellschaft.

Anthropozän – so wird das derzeitige Erdzeitalter genannt. Kein anderer Abschnitt der Erdgeschichte ist so deutlich von menschlichen Einflüssen auf den Planeten geprägt: rapide Abnahme der Artenvielfalt, globaler Klimawandel und massive Änderung der Landnutzung sind nur einige der kommenden Herausforderungen. Wie kann und soll die Gesellschaft sich diesen Problemen stellen, um auch künftig noch Handlungsoptionen für eine Zukunft auf der Erde zu haben? Welche Wissenschaft brauchen wir dazu? Und wie kann die Wissenschaft in Zeiten von „fake news“ das Vertrauen in der Gesellschaft zurückgewinnen?

Der öffentliche, englischsprachige Abendvortrag „Science and Society in the Anthropocene“ von Klaus Töpfer stellt Lösungsansätze zu diesen Fragen vor. Er findet statt
am Dienstag, 3. Oktober um 19:30 Uhr
im Hörsaal des Arthur-von-Weinberg-Hauses, Robert-Mayer-Straße 2, 60325 Frankfurt.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Töpfers Vortrag ist der Abschluss der dreitägigen internationalen Konferenz „Geobiodiversity – An Integrative Approach Expanding Humboldt´s Vision“, die anlässlich des 200jährigen Jubiläums der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung stattfindet. Die Fachtagung mit etwa 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und zehn internationalen Gastrednern steht ganz im Sinne der „Geobiodiversitätsforschung“ – ein integrativer, systemischer Forschungsansatz, der das System Erde ganzheitlich betrachtet. „Wir möchten nicht die einzelnen biologischen und geowissenschaftlichen Komponenten im Erdsystem betrachten, sondern verstehen, wie die Faktoren zusammenhängen und miteinander agieren“, fasst Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese, Organisatorin der Tagung und Senckenberg-Direktoriumsmitglied, zusammen.

Dabei verfolgt die Konferenz drei konkrete Ziele: Forschende unterschiedlicher Disziplinen zusammenzubringen, um gemeinsam Chancen zu erkennen und Herausforderungen anzugehen, die Bedeutung wissenschaftlicher Sammlungen für die Geobiodiversitätsforschung auszuloten sowie einen intensiven Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft anzuregen.
Dies geschieht in der Tradition von und als Hommage an Alexander von Humboldt, dessen wissenschaftliches Denken in einem umfassenden Sinn auf die Welt im Ganzen gerichtet war. Als buchstäblicher Universalgelehrter und Vordenker einer disziplinenübergreifenden, global vernetzten Wissenschaft war er seiner Zeit weit voraus. Sowohl die Kommunikation über Fachgrenzen hinweg als auch der Austausch mit der breiten Öffentlichkeit spielte in Humboldts Arbeit eine zentrale Rolle.

 

Informationen zu weiteren Rednern und Inhalten der Konferenz finden Sie hier:
www.senckenberg.de/geobiodiversity-conference